LVR-Institut für Landeskunde
und Regionalgeschichte
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Wer spricht wie mit wem

Wer spricht wie mit wem

Die Dialekte des Rheinlandes lassen sich bis ins erste Jahrtausend unserer Zeitrechnung zurückverfolgen. Sie gehen letztlich auf die Besiedlung nach der fränkischen Landnahme zurück. Ist es da nicht fast ein Wunder, wenn heute immer noch Menschen diese Dialekte sprechen? Wenn manche Wörter immer noch (fast) genau so klingen wie in der Zeit Karls des Großen?

Aber die Kontinuität ist brüchig geworden, der Dialektverlust schreitet in Riesenschritten voran. Vergleichsweise stabil ist die Lage in der Metropole Köln und in der Eifel; doch auch dort erlernen die Kinder heute den Dialekt nicht mehr.

Wer im Rheinland keine Dialektkenntnisse hat, ist damit allerdings nicht unbedingt ein Nur-Hochdeutsch-Sprecher. Als Sprechsprache benutzen viele Menschen die regionale Umgangssprache, den Regiolekt. Eigentlich müsste man von den Regiolekten sprechen, unterscheiden sich diese Regionalsprachen doch wieder hörbar voneinander.

Die Regiolektforschung steht erst noch am Anfang. Interessant ist u. a. die Frage, ob die regionalen Umgangssprachen dasselbe Schicksal erleiden werden, das die Dialektgeschichte im Rheinland auszeichnet: die Stigmatisierung als Sprache der Ungebildeten. Muss, wer etwas auf sich hält, also immer Hochdeutsch sprechen?

Auf den folgenden Seiten finden Sie die Ergebnisse von Untersuchungen, die alle um die Frage kreisen: "Wer spricht wie mit wem?" - immer auf das Rheinland und seine Nachbarregionen bezogen.

Ergebnisse, die sich nicht auf einzelne Orte beziehen, werden unter Regionale Befunde vorgestellt.

Untersuchungen zu einzelnen Städten oder Dörfern bringt die Rubrik Örtliche Studien.